Nachrichten 2013
Schon am Donnerstag, den 13.03. machten sich Otto Schwabe, Holger Döhmann und Petra und Markus Boldt nach Sachsen in das schöne Voigtland in die Gemeinde Syrau auf. Die Syrauer Drachenhöhle feierte ihr 85jähriges Bestehen als Schauhöhle. Die Syrauer Drachenhöhle ist in dieser Landschaft aus tonigen Schieferlagen eigentlich ein Unikum. In einer kleine Muschelkalklinse ist sie entstanden und bei Steinbrucharbeiten 1928 gefunden worden. Im Vorfeld der Feierlichkeiten fand ein Kolloquium zur Situation der Schauhöhlen in Deutschland statt. Viele interessante Vorträge zum Thema waren denn auch am Freitag und Samstagvormittag zu bewältigen. Der HvB beteiligte sich mit einem Vortrag zum Einsatz des CaveLink-Kommunikations- und Datensammelsystems. Es bestand selbstverständlich die Möglichkeit die Syrauer Drachenhöhle an beiden Tagen mit einer sehr informativen und geowissenschaftlich begleiteten Führung in Augenschein zu nehmen. Wir können nur sagen: Die Schauhöhle ist in jedem Fall ein Besuch wert! Am Samstagabend fand die eigentliche Festveranstaltung statt. Sie wurde musikalisch durch ein Streicherquartett und den Männergesangverein Syrau untermalt bzw. begleitet. Dabei wurde auch ein Lied dargeboten, welches zur Einweihung der Syrauer Drachenhöhle 1928 komponiert worden war. Anschließend gab es die „üblichen“ Grußworte von Bürgermeister und Gemeinde- und Vertretern des Landes Sachsen. Petra Boldt sprach Grußworte des Landesverbandes für Höhlen- und Karstforschung Baden-Württemberg und Bayern und des Höhlenvereins Blaubeuren. Es gab hier und in der Blessberghöhle bereits Kooperationen mit den sächsischen und thüringischen Höhlenforschern. Wie es der Zufall wollte (- oder auch nicht) feierte der Hauptorganisator, Sven Bauer am 17.03. seinen Geburtstag. So klang die Nacht erst gegen 4 Uhr morgens mit vielen Gesprächen über vergangene und zukünftige gemeinsame Forschung aus. Ein rundum gelungene Veranstaltung, die uns mit vielen Bekannten und Freunden wieder einmal zusammen gebracht hat, beendeten wir am Sonntag mit einem gemeinsamen (verspäteten) Frühstück.

Der Tagungsraum für das Kolloquium in der ehemaligen Schule in Syrau.

In der "Walhalla" in der Syrauer Drachenhöhle

Petra Boldt spricht am Festabend zum 85igsten Bestehen der Schauhöhle Syrauer Drachenhöhle

Der am Samstag anstehende Batteriewechsel an der Außenstation der Bärentalhöhlen-Telemetrie entwickelte sich von "mal eben schnell" zum Alb-gemäßen Wintereinsatz. Schon das erste Straßenstück abseits der Hauptstraße war nicht geräumt, aber aufgrund von Fahrzeugspuren und Randbewuchs zumindest aufzufinden und mit Winterreifen auch zu befahren. Die Zufahrt der "letzten Meile" stellte sich jedoch etwas problematischer dar, da auf freiem Feld keinerlei Hinweis auf den Straßenverlauf zu sehen war.
Hier war doch einmal eine Straße, oder zumindest hier ungefähr...
Also war, immerhin bei schönem Wetter, eine ausgiebige Winterwanderung durch etwa 30-50cm hohen Schnee angesagt. Es dauerte doch einige Zeit, bis wir den Punkt erreicht hatten, wo man normalerweise das Auto abstellt und den Fußweg zur Telemetriestation beginnt. Im winterlich verschneiten Wald wurden dann die Akkus getauscht, so dass die Station bis zum Frühjahr wieder mit Strom versorgt wird.

Akku-Tauschaktion
Unter den Projektnamen "Vetterhöhle" und "Bärentalhöhle" werden stündlich die neuesten Daten aus den Höhlen als .PDF-File dargestellt. Wegen der Aktualität verschwinden die Daten relativ schnell aus dem Diagramm auf der Festplatte des Servers. Daher soll hier einmal eine Übersicht und das letzte Hochwasserereignis der Vetterhöhle begrenzt auf die wichtigsten drei Datenreihen dargestellt werden.

Hier noch das letzte Hochwasser, dargestellt vom 15.12.2012 - 7.1.2013:

Dabei ist die deutlich verzögerte Hochwasserwelle in der Abzweighalle zu sehen. Diese Messstelle, meistens nur ein sehr kleiner See, steht anscheinend nur über enge Spalten mit dem in der Blautopfhöhle fließenden Wasser und dem Karstwasserspiegel in Verbindung.
Die Vorteile einer Echzeit-Telemetrie sind offensichtlich. Alle Parameter können sozusagen "live" verfolgt werden; es muss kein Speicher in der Höhle ausgelesen werden.