Da Dolinen als Höhlenzugänge bekannt sind und der Steebschacht in der Verlängerung der bisher bekannten Teile des Blauhöhlensystems liegt, ist dies ein sehr interessanter potenzieller Weg in die Unterwelt.
Bei der ersten Sondierung wurde unser Tatendrang bei etwa 8m Tiefe von einer massiven Betonplatte gestoppt. Diese wurde angebohrt, und nachdem man feststellte, dass darunter ein leerer Raum ist, entfernt.
Nun ging es bis etwa 20m in die Tiefe. Steine und verlorene Ausrüstungsgegenstände polterten noch deutlich tiefer in eine Spalte. Nach der Besichtigung des "Fundamentes" des Betonschachtes erschien ein weiterer Abstieg zu unsicher. Durch die Hinterspülung des Schachtes war die ganze Füllung und einiges von dem Geröll unterhalb des Schachfundamentes auf einer Höhe von etwa 6m in der Tiefe verschwunden; das Fundament hing in der Luft.
Um das Fundament zu sanieren, nahmen wir mit Bürgermeister Seibold Kontakt auf. Nach der fachlichen Begutachtung durch das Geobüro Hundhausen wurde die Detailplanung begonnen. Die Stadt Blaubeuren unterstützt uns auch finanziell bei den Arbeiten.
Ein Leitplanken-Schacht mit 1,4x1,4m verbindet nun die Felsspalte in die Tiefe mit dem vorhandenen Betonschacht. Der dahinter liegende Raum wurde in drei Betonieraktionen mit insgesamt 14 Kubikmeter Beton verfüllt.
Für die erste Aktion wurden etwa 1000 Liter Beton per Hand abgelassen, um den unteren Teil des Leitplankenschachtes zu fixieren.
Die zweite Aktion fand am 19. Dezember 2009 am wahrscheinlich kältesten Tag des Winters bei -17°C statt. Dafür musste vorher noch eine Betonleitung aus Stahlrohren mit Umwegbögen in den Schacht gelegt werden. Es wurden mittels Betonpumpe 8,5 Kubikmeter Beton hinter die Schalung gefüllt.
Die dritte Aktion fand wegen der Winterpause der Betonwerke erst am 19. Februar 2010 statt. Es wurden nochmals 4,5 Kubikmeter Beton verarbeitet.
Nun ist mit etwa 35 Tonnen Beton das Fundament gesichert und die Forschungen im unteren Teil des Steebschachtes können beginnen.

[ Betonlaster und Betonpumpe vor dem Steebschacht]
Einmal mehr musste Vorsitzender Markus Boldt sich für die Enge im Höfohaus entschuldigen. Wenn das Interesse der Bevölkerung weiterhin so groß ist, werden wir um die Anfrage nach einer bautechnischen Vergrößerung des Versammlungsraums bei der Stadt Blaubeuren kaum herum kommen. Ca. 40 Personen waren anwesend. Das ist ein neuer Rekord. Wir bedanken uns bei unseren Gästen für ihr Kommen und für ihr Interesse!
Des weiteren lud der Ski- und Rodelhang am Höfohaus (ehemaliger Seißener Skihang) viele Besucher an und bescherte ein volles Höfohaus, das über das ganze Wochenende geöffnet hatte.

[ Der Skihang am Höfohaus zog viele Besucher an ]
Diese Geschichte wird Martina Boldt, in einem kleinen Vortrag, im Rahmen des Monatstreffs des Höhlenvereins Blaubeuren im Höfohaus am Samstag, den 20.02.2010 in Blaubeuren-Seißen präsentieren.
Weiterhin werden wir von unseren Forschungsprojekten berichten.

Das Höfohaus ist ab 16:00 Uhr geöffnet und sofern das Wetter nochein bißchen neuen Schnee bereithält, wird auch die Seißener Loipe, die direkt am Haus vorbeiführt, gespurt sein. Getränke und kleine Speisen sind im Angebot. Der Monatstreff beginnt wie immer um 19:00 Uhr. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Am darauffolgenden Sonntag wird das Höfohaus für Wanderer und Skilangläufer ab 14:00 Uhr geöffnet sein.
Kaffee und selbstgebackenen Kuchen, Getränke und kleine Speisen. Ab 19:30 Uhr wird Martina Boldt über ihre Messungen mit dem Georadar im Bereich des Steebschachtes berichten. Außerdem wird es einen Rückblick zu
den Forschungen in der Bärentalhöhle bei Hütten geben. Eventuell werden die neuesten Forschungen im Steebschacht vorgestellt. Wir freuen uns wie immer auf ein volles Haus.