Im Herbst und Winter, wenn uns das Naturschutzgesetzt wegen dem Winterschlaf der Fledermäuse das Befahren von Höhlen untersagt, bleibt die Höhlen AG aber trotzdem aktiv.
Am Freitag, 2.10.2015 waren wir in der Nähe von Justingen unterwegs. Dort befindet sich der Farrenwiesschacht, der letzten Winter eingebrochen und damit entdeckt worden ist. Wir erkundeten das Gelände um den Schacht herum, in dem es viele kleine Vertiefungen im Boden gibt, die von den Jugendlichen gründlich untersucht wurden. Auch eine große Doline ist in der Nähe des Schachtes zu sehen.
Wir hatten ein Anemometer dabei, um die Luftbewegung am Schacht zu messen, letzten Winter hatten wir Luftzug aus dem Schacht heraus gemessen.
Natürlich genossen wir auch einfach das warme sonnige Herbstwetter.
Danach hatten wir uns noch mit weiteren Vereinsmitgliedern am Eingang der Bärentalhöhle verabredet. Dort lagerten seit letzten Sonntag 350 Sedimentsäcke, die wir am Wochenende zuvor mühsam aus der Höhle befördert hatten.
Heinz Späth unterstützte uns dabei mit seinem Traktor und Anhänger.
Am 11.4.15 trafen sich gleich morgens die Ausbilder und Teilnehmer des Seiltrainings – Wochenende.
Die Ausbilder kamen von der Höhlenforschergruppe Karlstruhe, von der Höhlenrettung Baden-Württemberg, der Arge Bad Cannstatt und vom HöhlenvereinBlaubeuren.
Zuerst wurden die Bäume mit Seilen und einer Strickleiter bestückt. Danach erhielt jeder Teilnehmer eine Kletterausrüstung des Höhlenvereins. Die Ausbilder zeigten, wie man die Gurte richtig anzieht und stellten dann die Steigklemmen, das Abseilgerät, die Sicherungsschlingen und den Shunt, ein Sicherungsgerät vor.
Vorstellung der Ausrüstung am Höfohaus. Foto: Petra Boldt
Für jeden Teilnehmer wurden ein paar Meter Seil an den Mast des Vereinsheim geknotet, so dass alle auf einmal auf Anweisung der Ausbilder die verschiedenen Ausrüstungsgegenstände ein- um- und aushängen lernten.
Gemeinsame Übungen. Foto: Petra Boldt
Nach dem Mittagessen ging es dann an die Bäume, um das Erlernte jetzt auch im Hängen durchzuführen. Es gab 4 Stationen, von denen eine Station mit einer Seilbahnabfahrt die schwierigste, aber dennoch beliebteste war.
Am Abend saß man dann gemütlich beim Grillen zusammen.
Am Sonntag teilten wir uns in 2 Gruppen auf. Eine Gruppe befuhr die Striebelhöhle im Tiefental und eine Gruppe das Katzenloch im Katzental. Beides sind kleine Schachthöhlen, in denen die Teilnehmer das Erlernte praktisch anwenden konnten und zudem auch noch für sie neue Höhlen kennen lernten.
Die Gruppe ist fertig zum Abmarsch zum Katzenloch
Halle im Katzenloch. Foto: Otto Schwabe
Umsteigstelle im Katzenloch. Foto: Otto Schwabe
Der Höhlenverein Blaubeuren ist Mitglied bei der Höhlenrettung Baden–Württemberg e.V. und auch alle Teilnehmer der Höhlen AG sind dort angemeldet. So war es auch für die Jugendlichen ein besonderes Erlebnis Mitglieder der Höhlenrettung kennen zu lernen und von ihnen ausgebildet zu werden.
Vielen Dank an alle Mitwirkenden.
Am Mittwoch, 13.5.15, starteten wir am Nachmittag mit voll gepackten Autos nach Albstadt - Ebingen, wo wir im Vereinsheim des Höhlenvereins Albstadt untergebracht waren.
Nach dem Abendessen erkundeten wir bei einer Nachtwanderung noch die Umgebung.
Am nächsten Tag stand die Ritterhöhle auf dem Programm. Es ist eine 33 Meter tiefe Schachthöhle, die teilweise extrem eng und vor allem voll von zähem Lehm ist. Aber es gibt auch Hallen in der Höhle, in denen man auch schönen Tropfsteinschmuck sieht.
Ritterhöhle hinterste Halle, Bild Holger Döhmann
Nach der Befahrung der Ritterhöhle, Bild Markus Boldt
Danach genossen wir das schöne Wetter beim Grillen und Lagerfeuer direkt an der Schmeie.
Am nächsten Tag regnete es leider und wir besuchten vormittags das Fossilienmuseum in Dotternhausen. Nachmittags machten wir eine Wanderung zur Heidensteinhöhle, die die direkt gegenüber, auf der anderen Talseite des Vereinsheims liegt. Allerdings ist ein Höhenunterschied von ca. 150 m zu überwinden, den wir teilweise in weglosem Gelände zurücklegten. Bereits auf halber Strecke hörte es dann auf zu regnen und die Sonne kam wieder hervor.
Im Fossilienmuseum in Dotternhausen, Bild Markus Boldt
Sylke Hoffmann, vom Höhlenverein Albstadt, hielt am Abend noch einen interessanten Vortrag über die heimischen Fledermäuse.
Am Samstag befuhren wir nach einer Wanderung zu einem Aussichtspunkt über das obere Donautal eine Höhle in einem Seitental. Nach einem ordentlichen Vesper besuchten wir auch noch die Kolbinger Höhle, eine Schauhöhle, die vom Schwäbischen Albverein Ortsgruppe Kolbingen, betreut wird. Zum Abschluss des Tages machten wir noch einen Halt bei der Wulfbachquellhöhle, wo gerade Biologen auf der Jagd nach Brunnenschnecken waren.
Ganz herzlich möchten wir und beim Höhlenverein Albstadt bedanken, dass wir das Vereinsheim nutzen konnten. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt.

Geierhöhle, Höhle im oberen Donautal, Bild Holger Döhmann
Immer freitags ab 14:00 Uhr bearbeiten die Jugendlichen der Höhlen-AG zusammen mit ihrer Betreuerin Petra Boldt irgendein interessantes Thema, welches mit Höhlenforschung zu tun hat. Die Jugendlichen werden dabei nicht nur "bespaßt", sondern zumindest ab und zu sollen sie sich selbst auch mal anstrengen und dabei etwas lernen.
An diesem Tag ging es um Abflussmessung mit Hilfe von Leitfähigkeitsmessinstrumenten. Der HvB besitzt zwei solcher Geräte und so können auch zwei Gruppen messen. Diesmal waren Marc, Madeleine, John, Laura und Julian mit von der Partie.
John beim Wasserschöpfen
Zunächst wurden 4Kg Speisesalz in einer Tonne in Wasser, welches John zuvor mit einem Eimer aus der Aach geschöpft hat, aufgelöst. Da diese Tonne mit dem "Salzwasser" etwa 50kg wog, blieb Julian als Ältester bei Petra um beim Anheben und Einschütten zu helfen.
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Die Gruppe beim Auflösen des Salzes |
Die Anderen bildeten jeweils eine Zweiermannschaft, um einige hundert Meter bachabwärts mit den Leitfähigkeitsmessinstrumenten zu messen.
(v.l.n.r.) Marc, Laura, Markus Boldt, John, Julian, Madeleine an der Messstelle
Zum vereinbarten Zeitpunkt ging es los. Einer sagte den Wert auf dem Gerät an und der Andere schrieb ihn in eine vorbereitete Tabelle hinein. Insgesamt 10 Minuten nach der Eingabe der Salzlösung war bereits alles vorbei. Nach der vielen Arbeit mit Vorbereitung und allem drum und dran liest sich das Ergebnis ziemlich bescheiden:
552 l/s! (Liter pro Sekunde)
