08.08.2020: Neuland im Farrenwiesschacht

Am Samstag, den 8. August 2020 fand im Farrenwiesschacht eine Befahrung mit anschließender Vermessung und Fototour statt.
Der aktuelle Stand der Daten ist: Tiefe 98m (bisher 49m), Gesamtlänge 144m (bisher 86m).
Damit hat sich der Farrenwiesschacht von einem Fuß-großen Loch in einer abgelegenen Wiese zu einem der tiefsten Schächte der schwäbischen Alb hochgearbeitet, bzw. wurde durch Arbeit vieler aktiver Höhlenforscher befahrbar gemacht. Die vermessene Tiefe hat sich durch die Tour verdoppelt.
Ein schon vor einiger Zeit entdecktes, kleines Loch im Boden des bisherigen Höhlenendes war inzwischen erweitert worden. Damit war der Weg frei nach unten. Mehrere Teams machten sich auf den Weg; zuerst wurden die Seile eingebaut, dann folgte das Vermessungsteam und gleich am ersten Befahrungstag entstanden etliche Fotos.
Am neuen Höhlenende ist ein starker Luftzug zu spüren und die Wände sind mit Knöpfchensinter bedeckt. Es scheint also weiterzugehen.

Hier geht es zum aktualisierten Höhlenplan.


   Klaus Sontheimer und Thomas Boldt (vlnr) an der momentan tiefsten Stelle des Farrenwiesschachts bei -98m

[Stand 24.08.2020]

 

26.07.2020: Fototour in der Vetterhöhle mit Hindernissen

Am Sonntag, den 26. Juli 2020 brachen zwei Gruppen für eine Fototour in die Vetterhöhle auf. Während die Bilder im trockenen Teil der Höhle problemlos aufgenommen werden konnten, scheiterte die Fototour ins Wolkenschloss aufgrund der trockenen Wetterlage an zu wenig Wasser.
Um in den Hauptraum des Wolkenschlosses zu kommen, fährt man üblicherweise mit einem der zur Verfügung stehenden Boote über den Vorsee bis in die Halle.
Momentan liegt der Wasserspiegel so tief, dass die Boote auf dem trockenen liegen und der ganze Weg aus Lehm besteht. Zu Fuß gehen ist keine Alternative, denn man versinkt bis weit über die Knie im Lehm, der sich in dem Gang auf der ganzen Breite erstreckt. Die Gefahr ist auch groß, den im Lehm schon konservierten Stiefeln weitere Exemplare hinzuzufügen. 
Wenn die Trockenheit anhält, ist der Zugang zum Wolkenschloss deutlich umständlicher; man muss die Boote mit einiger Kletterei an eine andere Stelle transportieren.

     Nicht stattgefundene Bootsfahrt auf dem nicht existierenden Vorsee

Wir hoffen, wie viele andere Leute auch, dass es wieder einmal etwas ergiebiger regnet. Dann sehen auch die Touristen am Blautopf wieder einmal Wasser über das Wehr ablaufen.

     Momentaner (10. August 2020) Wasserstand des Blautopfs; normalerweise läuft das Wasser
     auf der ganzen Breite über das Wehr ab. Jetzt fehlt fast ein halber Meter bis zur Wehrkante.

 

17.07.2020: Vermessung im Steebschacht

Die letzten Wochen und Monate fand Höhlenforschung oft in der warmen Stube statt. Größere Datenmengen diverser digital durchgeführter Vermessungen waren zu sichten, zu sortieren, zu kopieren und in einen gezeichneten Plan zu verwandeln.
Daniel Geil hat sich dankenswerter Weise dessen für den Steebschacht und den Farrenwiesschacht angenommen. Die Pläne der Vetterhöhle und Bärentalhöhle werden von Markus Boldt betreut.
Im Idealfalle braucht es nur einen Mausklick, um einen gezeichneten Plan per Software zu erzeugen.
Richtig zeitaufwändig ist die Vorbereitung, dem Programm zu sagen, was und wie es alles tun soll. Das verwendete Therion-Programm ist zwar sehr leistungsfähig, besitzt aber nur eine minimale grafische Benutzeroberfläche und wird zum größten Teil über Steuer-Befehle in einer Beschreibungs- und Vermessungsdatendatei bedient.
Die von Daniel in vielen Stunden harter Arbeit erzeugten aktuellen Höhlenpläne können für den Steebschacht hier und für den Farrenwiesschacht hier bewundert werden.


     Vermessen mit dem DistoX2 und PocketTopo in der "Schönen neuen Welt" im Steebschacht