Bericht: Petra Boldt, Fotos: Otto Schwabe
17.4.2026
Wie vereinbart trafen die Schüler, diesmal die Jüngeren der Höhlen AG, um 14:20 Uhr an der Bärentalhöhle ein. Johanna Treß und ich waren schon etwas früher da und Johanna hatte auch gleich den Höhlendeckel aufgeschlossen, damit die Befahrung zügig stattfinden konnte. Wir hatten ja einiges vor an diesem Nachmittag.
Otto hatte die Schlaze, Helme und Lampen für die Schüler dabei und alle zogen sich schnell um. Otto, Johanna und ich überprüften, ob alle richtig ausgerüstet waren, vor allem auch die Lampen.
Da alle schon mal in der Bärentalhöhle waren, gingen Johanna (Jugendbegleiterin), Laura (Jugendbegleiterin) und ich mit allen zusammen direkt bis zur Bachschwinde. Ich erklärte, warum wir in der Bachschwinde eine Grabung begonnen hatten und dabei wurden auch gleich die Begriffe „Druckröhre“ und „Initialröhre“ in Bezug auf die Höhlenentstehung erörtert. Jeder kletterte mal an die aktuelle Grabungsstelle und schaute sich dort das Deckenprofil des Ganges und den kleinen offenen Schlitz am Höhlenboden an.
Dann durften die Kids entscheiden, ob sie hier mit mir in der Bachschwinde oder ein Stück Richtung Höhlenausgang im Superschluf mit Johanna graben wollten.
Alle waren begeistert beim Graben des recht lockeren Sedimentes in der Bachschwinde und alle erhofften natürlich, schnell Neuland zu finden. Nachdem 5 Materialsäcke gefüllt waren, mussten wir leider aus Zeitgründen schon den Rückweg antreten. Im Superschluf, der für den Transport der Sedimentsäcke tiefer gelegt werden sollte, war das Sediment allerdings sehr hart und sehr anstrengend zu graben. Dort trafen wir uns dann auch wieder um gemeinsam die Höhle zu verlassen.
Wir wären auch beinahe pünktlich zum ausgemachten Termin aus der Höhle draußen gewesen, nur die Verlockung noch auszuprobieren, wer alles durch das Hammerloch passt, ließ uns dann mit ungefähr 20 Minuten Verspätung die Höhle verlassen. Dort warteten Otto, Markus und ein Elterntaxi. Vielen Dank dafür.
24.4.2026
Auch heute wurden die Schüler vom Gymnasium Blaubeuren aus zur Bärentalhöhle von Otto und von Eltern der Schüler gebracht.
Diesmal waren die älteren Schüler der Höhlen AG an der Reihe und wir hatten noch einen Austauschschüler aus Frankreich, der noch nie in einer Höhle gewesen war, dabei. Leider sprach er fast kein Deutsch und Johanna und ich, die die Kids in die Höhle begleiteten, sprachen kein Französisch. So waren wir auf die Übersetzungen der Mitschüler angewiesen, was leidlich gut klappte. Beim Befahren der Höhle hielt er sich sehr wacker, man merkte gar nicht, dass ein Neuling dabei war.
Der Ablauf verlief gleich wie beim letzten Termin (17.4.2026), nur dass wir wegen dem Gastschüler ein paar Stopps in der Höhle einlegten um ihm etwas von der Höhle zu zeigen. An der Bachschwinde angekommen, wurde auch wieder über die Grabung gesprochen. Hier wussten einige der Schüler bereits Bescheid, da Otto bei einer früheren Befahrung der Höhle schon alles erklärt hatte. Die Schüler durften dann ihr Wissen auch an den Gastschüler weitergeben.
Johanna bot an, mit denen, die dazu Lust hatten, ein Stück weiter bis in die Oase und zur Brachiopodenkluft zu gehen.
Die Kids fanden in der Oase relativ schnell die Brachiopodenkluft und ihr Höhlenforscherinstinkt ließ sie auch direkt dort hineinklettern. Dabei hatten die Kids sehr viel Spaß mit dem Erforschen aller Gänge und dem nassen Lehm.
Ich blieb mit den restlichen Schülern zum Graben an der Bachschwinde. Wir wollten nun nicht mehr ganz so großzügig vom Platz her graben, da einfach zu viel Sedimentsäcke, die später aus der Höhle raustransportiert werden müssen, anfallen. So setzten wir uns auf der rechten Seite der Grabungsstelle einen Punkt, bis wohin gegraben wird bzw. was stehen bleiben muss. Die rechte Seite ist vom Sediment sehr stabil und auch schon jetzt bestand diese „Wand“ aus Sediment. Vermutlich ist der Gang, den wir ausgraben mindestens 1,5m breiter. Anhaltspunkt sollte hier immer die größte zu sehende Initialröhre an der Höhlendecke sein. Zuerst kamen wir beim Graben gut voran, dann lagen fest im Sediment verankert mehrere größere Steine, sodass wir feststellten, dass wir nicht das optimale Grabungswerkzeug hatten – ein „Kuhfuß“, um etwas hebeln zu können, wäre sehr hilfreich gewesen.
Nachdem die andere Gruppe nass und lehmverschmiert von der Oase zurückgekommen war, wechselten wir die Grabungsmannschaft aus und der Rest der Schüler schnappte sich jeder einen Sedimentsack, brachte ihn zu den anderen Säcken in die Tropfsteinhalle und ging zum Ausgang der Höhle. Auch die Gruppe, die bis zum Ende der Zeit gegraben hatte, nahm auf dem Rückweg Sedimentsäcke bis zur Tropfsteinhalle mit und außerdem alle Grabungsgeräte, da diese zum Graben im Superschluf am nächsten Wochenende gebraucht wurden.
