Steebschacht 2020-2021

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Der Steebschacht bei Wennenden (Kat.-Nr. 7524/120)
2020-2021

2020

Die letzten Wochen und Monate fand Höhlenforschung oft in der warmen Stube statt. Größere Datenmengen diverser digital durchgeführter Vermessungen waren zu sichten, zu sortieren, zu kopieren und in einen gezeichneten Plan zu verwandeln.
Daniel Geil hat sich dankenswerter Weise dessen für den Steebschacht und den Farrenwiesschacht angenommen. Die Pläne der Vetterhöhle und Bärentalhöhle werden von Markus Boldt betreut.
Im Idealfalle braucht es nur einen Mausklick, um einen gezeichneten Plan per Software zu erzeugen.
Richtig zeitaufwändig ist die Vorbereitung, dem Programm zu sagen, was und wie es alles tun soll. Das verwendete Therion-Programm ist zwar sehr leistungsfähig, besitzt aber nur eine minimale grafische Benutzeroberfläche und wird zum größten Teil über Steuer-Befehle in einer Beschreibungs- und Vermessungsdatendatei bedient.
Die von Daniel in vielen Stunden harter Arbeit erzeugten aktuellen Höhlenpläne können für den Steebschacht hier und für den Farrenwiesschacht hier bewundert werden.


     Vermessen mit dem DistoX2 und PocketTopo in der "Schönen neuen Welt" im Steebschacht    


Juli 2020: Neuentdeckung im Steebschacht, die "Schöne neue Welt"

Nach nunmehr rund 2 Jahren harter kontinuierlicher Arbeit im Wassergang, welcher ein sehr schmaler Mäander-förmiger Gang darstellt, konnte nun ein Erfolg gefeiert werden.

Nachdem der Gang immer wieder seine Richtung änderte, oder zumindest einen Versatz in der Hauptrichtung aufwies (Siehe Höhlenplan), ist die Abwechslung diesmal etwas größer. Der Mäander mündet in eine Kammer ca. 3x8 Meter in der Grundfläche groß, welche durch scharfkantige Felsformationen und große Gesteinsblöcke geprägt ist. Der Mäander und das Wasser durchquert diese Kammer in ca. 3 Meter Tiefe unter einem Sediment/Steinboden. Sehr interessant sind die großen Schächte die in der Kammer nach oben wegziehen.

Die Schächte sind bisher noch nicht komplett befahren, ziehen aber mächtig in die Höhe, höher als man schauen kann. Am Ende der Kammer mündet ein weiterer Zufluss mit etwas Wasser in den Mäander, der sich nun auch verändert. Er wird deutlich höher, leider erstmal nicht breiter, und somit arbeiten wir an dieser Stelle nun auch dem Weg des Wassers hinterher weiter. Es bleibt spannend, leider aber auch sehr nass und dreckig.

 [Stand: 14.12.2020]