27.07.2019 Kabelverlegung im Steebschacht

Am 27. Juli war zur Vorbereitung neuer Forschungstermine ein "Infrastrukturtag" im Steebschacht angesagt.

Das schon 2016 in die Höhle verlegte Drehstromkabel mit 5x6mm2 endet in einer Tiefe von etwa 50m. Der mit 3x32A abgesicherte Drehstromanschluss in der Höhle war eine sehr große Hilfe beim Einbau der Seilbahn und den Grabungsarbeiten im jetzt oberen Teil.
Nachdem im Frühjahr 2018 der Durchbruch bis in eine Tiefe von 151m erfolgte, waren elektrisch unterstützte Arbeiten im unteren Teil immer auf Akku-Geräte angewiesen. Um die notwendigen Erweiterungsarbeiten in den hinteren neu entdeckten und sehr engen Teilen zu unterstützen, wurde eine Verlängerung des Stromnetz-Anschlusses beschlossen.
Da das oben verwendete 5x6mm2-Kabel doch etwas schwer und unhandlich ist, bestellten wir 200m 3x4mm2-Gummikabel als handhabbare Verlängerung. Selbst dieses "dünne" Kabel wiegt 61kg.

     Vorbereitungen mit bereits leerer Kabelrolle

Eine selten große Mannschaft begann am Samstag, das ausgerollte Kabel im Schacht zu montieren.


     Ablassen des Kabels in den Steebschacht

Beginnend am Steckerkasten des Drehstromkabels wurde das neue Kabel Stück für Stück in die Höhle abgelassen und möglichst abseits des normalen Weges an der Wand befestigt, um die Zuglast in Grenzen zu halten und die 61kg möglichst gleichmäßig zu verteilen.

     Befestigung an der Felswand                                             Kabel und Seil im unteren Teil des Schachtes

In einer weiteren Aktion muss jetzt noch ein wasserdichter Anschaltkasten montiert werden, dann können die Grabungsaktionen mit schwerem Gerät starten.
Vielen Dank an alle Teilnehmer der Aktion; der Arbeitstag konnte aufgrund der vielen helfenden Hände unüblich früh im Vereinsheim des HvB mit einem Grillabend beendet werden.

 

21.11.2018: Aktueller Stand im Steebschacht

Die Forschungsarbeiten konzentrieren sich momentan auf zwei von drei möglichen Fortsetzungen.
Das momentane Ende im Wassergang muss zwar aufwendig erweitert werden, jedoch haben wir einen hörbaren Wasserlauf hinter der momentanen Engstelle. Da es sich um etwa 5 Meter handelt, sollten wir da recht zügig weiter kommen. Interessant ist diese Stelle deswegen, da wir hier der Hauptentwässerung folgen und trotz der sehr trockenen vergangenen Monaten, kontinuierlich Wasser haben fließen hören. Hier befinden wir uns auch an der tiefsten Stelle mit -151 Meter.

Der zweite Ansatz ist das Erklettern der recht hohen Schächte. Hier haben wir uns bereits 25m in die Höhe gearbeitet. Momentan zieht die Kluft weiter schräg nach oben. Wir folgen ihr grob Richtung Nord-West. Die Wände erinnern an eine aktive Wasserhöhle, nur eben ohne Boden. Auch ist sehr interessant, dass wir kontinuierlich eintretendes Wasser aus genau dieser Richtung beobachten können.

Der Luftgang in Richtung Hessenhauhöhle ist momentan Option Nr.3, aber nicht auf der To-Do-Liste.

Stand 21. Nov. 2018 hat der Steebschacht eine Länge von 424 Meter.

Steebschacht-Plan, hohe Auflösung (PDF)

[Stand: 21.Nov. 2018, Bericht: Daniel Geil]

 

18.06.2018: Steebschacht

Die Arbeiten im Steebschacht konzentrieren sich momentan auf das Vermessen. Die Tiefe beträgt nach neuestem Stand 151m.

Der "Schacht" ist im unteren Teil ein ausgewachsenes Labyrinth, der Hauptschacht verzweigt sich in mehrere, teilweise großräumige Nebenschächte, von denen mehrere kleinräumige Gänge abgehen. Diese sind teilweise so eng, dass sie für eine Befahrung erst erweitert werden müssen.

Da an mehreren Stellen Wasser fließt und Bewetterung zu spüren ist, bleibt es interessant, vor allem, weil einige der Nebenschächte noch überhaupt nicht befahren wurden.

Es gibt viel zu tun.

Kaskadenförmiger Canyon in nord-östlicher Richtung  

 

02.05.2018: Langes Wochenende im Steebschacht

Die ersten Forschungstage sind nun gelaufen. Yvonne Bleher, Daniel Geil, Thomas Boldt, Dr. Axel Nothard und Klaus Sontheimer vom HvB sowie Tobias Böttcher (Höhlenrettung BW) haben in den letzten Tagen die ersten „richtigen“ Schritte ins Neuland getan. Nach der bisherigen Vermessung (es wurde bisher nur der Hauptschacht vermessen) ist der Steebschacht nun 149m tief. Das ist rekordverdächtig, allerdings muss sich das noch bestätigen, wenn wir wenigstens einmal die aktuellen maximalen Tiefen der Höhlen um den Steebschacht herum gesagt bekämen. Die Länge der Höhle ist bisher auf knapp 270m angewachsen. Es gibt eine Menge Fragezeichen, die nun Stück für Stück „abgearbeitet“ werden. Gleichzeitig wird der Plan hier auf der Homepage dann auch jeweils aktualisiert.
Das Ganze ist wegen der Tiefe eine ziemlich anstrengende Sache und deshalb wird es sicherlich eine ganze Weile dauern, bis es fundierte Neuigkeiten gibt.

     Yvonne Bleher beim Aufstieg in etwa 125m Tiefe (Foto: Thomas Boldt)

Steebschacht 2018-2019

>>> zur Telemetrie

Der Steebschacht bei Wennenden (Kat.-Nr. 7524/120)
2018 / 2019

2019

     Forschungstermine: Siehe   Startseite unten   oder   Menüpunkt:  Steebschacht Termine
     oder
Link

Die Arbeiten im Steebschacht erweisen sich als recht mühsam. Um das Fortkommen in engen Gängen zu ermöglichen sind elektrisch betriebene Werkzeuge hilfreich. Trotz aller Fortschritte in der Akkutechnik geht doch nichts über einen anständigen Dreh- oder zumindest 230V-Wechselstrom-Anschluss.
Daher war am 27. Juli 2019 zur Vorbereitung neuer Forschungstermine ein "Infrastrukturtag" im Steebschacht angesagt.
Das schon 2016 in die Höhle verlegte Drehstromkabel mit 5x6mm2 endet in einer Tiefe von etwa 50m. Der mit 3x32A abgesicherte Drehstromanschluss in der Höhle war eine sehr große Hilfe beim Einbau der Seilbahn und den Grabungsarbeiten im jetzt oberen Teil.
Nachdem im Frühjahr 2018 der Durchbruch bis in eine Tiefe von 151m erfolgte, waren elektrisch unterstützte Arbeiten im unteren Teil immer auf Akku-Geräte angewiesen. Um die notwendigen Erweiterungsarbeiten in den hinteren neu entdeckten und sehr engen Teilen zu unterstützen, wurde eine Verlängerung des Stromnetz-Anschlusses beschlossen.
Da das oben verwendete 5x6mm2-Kabel doch etwas schwer und unhandlich ist, bestellten wir 200m 3x4mm2-Gummikabel als handhabbare Verlängerung. Selbst dieses "dünne" Kabel wiegt 61kg.

     Ablassen des Kabels in den Steebschacht

Beginnend am Steckerkasten des Drehstromkabels wurde das neue Kabel Stück für Stück in die Höhle abgelassen und möglichst abseits des normalen Weges an der Wand befestigt, um die Zuglast in Grenzen zu halten und die 61kg möglichst gleichmäßig zu verteilen.

     Befestigung an der Felswand                                             Kabel und Seil im unteren Teil des Schachtes

Zwei wasserdichte Verteilerkästen an verschiedenen Stellen der Höhle ermöglichen den Anschluss von jeweils drei 230V-Verbrauchern.
Nun können die Grabungsaktionen mit schwerem Gerät starten.

Im Oktober wurden auch die diversen Sensoren für die Telemetrie aus dem Steebschacht installiert und in Betrieb genommen.

Zusätzlich zum fest installierten CaveLink-Gerät mit den angeschlossenen Sensoren ist in der Höhle noch ein zweites, portables CaveLink in einem wasserdichten Koffer deponiert. Es wird jeweils an den Arbeitsschwerpunkten kurzfristig installiert und ermöglicht direkten Kontakt per SMS zu jedem Mobilfunkgerät an der Oberfläche.

Diese Kommunikationsmöglichkeit aus der Höhle erhöht auch die Sicherheit.

 

2018

Das Jahr der Neuentdeckungen

Das Jahr 2018 begann wie 2017 aufgehört hat. Unsere Haupttätigkeit bestand darin, in die Tiefe zu graben und die gewonnenen Meter mit einem Stahlverbau zu sichern.
Mit dem Grabungsverlauf wurde natürlich auch unsere Transportbahn immer wieder verlängert.

Und dann kam das Wochenende 21./22. April 2018.

April 2018

Samstag den 21.04.2018 war eine Gruppe von 5 Personen am Steebschacht, um die Grabung fortzuführen. Nach Verzögerungen in letzter Zeit, wie zum Beispiel einer defekte Winde und den notwendigen Ausbaumaßnahmen im neuen Bauwagen, war nun alles wieder neu besorgt und repariert. Einem klassischen Grabungswochenende stand nichts mehr im Weg.
Graben und verfüllen eines Verbaues stand auf dem Programm.
Daniel war an der tiefsten Stelle am arbeiten.
Zitat:"Du steckst ein Brecheisen in den Boden und willst eigentlich nur einen Stein heraus hebeln. Der Stein bewegt sich, nur Sekunden später macht es klack klack. Aber unter Dir!"
Ab sofort war Anseilen bei allen angesagt, denn im nu war ein etwa 6m tiefer Schacht geöffnet.
Alle waren begeistert, aber da die Zeit schon etwas aus dem Ruder gelaufen war, wurde die Aktion beendet.

Weiter ging es am Sonntag, den 22.04.2018.
Da gerade verfügbar, wurde noch ein 60m-Seil mitgenommen; nur zur Vorsicht, eigentlich braucht man auf der Alb keine längeren Seile.
Klassisches Graben fiel aus, erst sollte einmal der neu eingebrochene Schacht geöffnet werden. Stück für Stück und Stufe für Stufe wurde der durch Steine versperrte Weg geräumt und gesichert.
Noch ein kleiner Versturz wurde geknackt und dann war da so ein Loch...
Klar schmeißt man erst mal einen Stein hinein und der fiel tief. Sehr tief!
Nachdem alle Absätze mit losen Steinen abgeräumt waren, konnte Daniel sich bis zum Endknoten in einem geräumigen Schacht abseilen. Bei einer Tiefe von etwa 110m waren es noch mehr als 20m bis zum Boden. In einer großräumigen Halle war plätscherndes Wasser zu hören, aber das Seil war zuende und die Zeit schon weit fortgeschritten.
Umkehren auf offener Strecke nennt man so etwas.
Da der Karstwasserspiegel etwa bei 150m liegt, sind wir "drin".
Die Begeisterung war natürlich kaum zu bremsen, eine Verdoppelung der befahrenen Tiefe in ein paar Stunden ist ein grandioser Erfolg. Nach nun fast genau 10 Jahren Verbau-, Sanierungs- und Grabungsarbeit umso mehr.
Nicht vergessen darf man an so einem erfolgreichen Tag alle Helfer, welche durch teilweise schwere Arbeit diesen Erfolg möglich gemacht haben, Vielen, vielen Dank!

Mai 2018

Die ersten Forschungstage sind nun gelaufen. Yvonne Bleher, Daniel Geil, Thomas Boldt, Dr. Axel Nothard und Klaus Sontheimer vom HvB sowie Tobias Böttcher (Höhlenrettung BW) haben in den letzten Tagen die ersten „richtigen“ Schritte ins Neuland getan. Nach der bisherigen Vermessung (es wurde bisher nur der Hauptschacht vermessen) ist der Steebschacht nun 149m tief. Das ist rekordverdächtig, allerdings muss sich das noch bestätigen, wenn wir wenigstens einmal die aktuellen maximalen Tiefen der Höhlen um den Steebschacht herum gesagt bekämen. Die Länge der Höhle ist bisher auf knapp 270m angewachsen. Es gibt eine Menge Fragezeichen, die nun Stück für Stück „abgearbeitet“ werden. Gleichzeitig wird der Plan hier auf der Homepage dann auch jeweils aktualisiert.
Das Ganze ist wegen der Tiefe eine ziemlich anstrengende Sache und deshalb wird es sicherlich eine ganze Weile dauern, bis es fundierte Neuigkeiten gibt.
 

Juni 2018

Die Arbeiten im Steebschacht konzentrieren sich momentan auf das Vermessen. Die Tiefe beträgt nach neuestem Stand 151m.
Der "Schacht" ist im unteren Teil ein ausgewachsenes Labyrinth, der Hauptschacht verzweigt sich in mehrere, teilweise großräumige Nebenschächte, von denen mehrere kleinräumige Gänge abgehen. Diese sind teilweise so eng, dass sie für eine Befahrung erst erweitert werden müssen.
Da an mehreren Stellen Wasser fließt und Bewetterung zu spüren ist, bleibt es interessant, vor allem, weil einige der Nebenschächte noch überhaupt nicht befahren wurden.

November 2018

Die Forschungsarbeiten konzentrieren sich momentan auf zwei von drei möglichen Fortsetzungen.
Das momentane Ende im Wassergang muss zwar aufwendig erweitert werden, jedoch haben wir einen hörbaren Wasserlauf hinter der momentanen Engstelle. Da es sich um etwa 5 Meter handelt, sollten wir da recht zügig weiter kommen. Interessant ist diese Stelle deswegen, da wir hier der Hauptentwässerung folgen und trotz der sehr trockenen vergangenen Monaten, kontinuierlich Wasser haben fließen hören. Hier befinden wir uns auch an der tiefsten Stelle mit -151 Meter.

Der zweite Ansatz ist das Erklettern der recht hohen Schächte. Hier haben wir uns bereits 25m in die Höhe gearbeitet. Momentan zieht die Kluft weiter schräg nach oben. Wir folgen ihr grob Richtung Nord-West. Die Wände erinnern an eine aktive Wasserhöhle, nur eben ohne Boden. Auch ist sehr interessant, dass wir kontinuierlich eintretendes Wasser aus genau dieser Richtung beobachten können.
Der Luftgang in Richtung Hessenhauhöhle ist momentan Option Nr.3, aber nicht auf der To-Do-Liste.

Die Länge beträgt momentan 424 Meter, die Tiefe 151 Meter.

 Steebschacht-Plan, hohe Auflösung (PDF)

[Stand: Nov. 2018]

 

23.04.2018: Wochenende am Steebschacht

Samstag den 21.04.2018 war eine Gruppe von 5 Personen am Steebschacht, um die Grabung fortzuführen. Nach Verzögerungen in letzter Zeit, wie zum Beispiel einer defekte Winde und den notwendigen Ausbaumaßnahmen im neuen Bauwagen, war nun alles wieder neu besorgt und repariert. Einem klassischen Grabungswochenende stand nichts mehr im Weg.
Graben und verfüllen eines Verbaues stand auf dem Programm.
Daniel war an der tiefsten Stelle am arbeiten.
Zitat:"Du steckst ein Brecheisen in den Boden und willst eigentlich nur einen Stein heraus hebeln. Der Stein bewegt sich, nur Sekunden später macht es klack klack. Aber unter Dir!"
Ab sofort war Anseilen bei allen angesagt, denn im nu war ein etwa 6m tiefer Schacht geöffnet.
Alle waren begeistert, aber da die Zeit schon etwas aus dem Ruder gelaufen war, wurde die Aktion beendet.

Weiter ging es am Sonntag (22.04.2018).
Da gerade verfügbar, wurde noch ein 60m-Seil mitgenommen; nur zur Vorsicht, eigentlich braucht man keine längeren Seile.
Klassisches Graben fiel aus, erst sollte einmal der neu eingebrochene Schacht geöffnet werden. Stück für Stück und Stufe für Stufe wurde der durch Steine versperrte Weg geräumt und gesichert.
Noch ein kleiner Versturz wurde geknackt und dann war da so ein Loch...
Klar schmeißt man erst mal einen Stein hinein und der fiel tief. Sehr tief!
Nachdem alle Absätze mit losen Steinen abgeräumt waren, konnte Daniel sich bis zum Endknoten in einem geräumigen Schacht abseilen. Bei einer Tiefe von etwa 110m waren es noch etwa 20m bis zum Boden. In einer großräumigen Halle war plätscherndes Wasser zu hören, aber das Seil war zuende und die Zeit schon weit fortgeschritten.
Umkehren auf offener Strecke nennt man so etwas.
Da der Karstwasserspiegel etwa bei 140m liegt, sind wir "drin".

Die Begeisterung war natürlich kaum zu bremsen, eine Verdoppelung der befahrenen Tiefe in ein paar Stunden ist ein grandioser Erfolg. Nach nun fast genau 10 Jahren Verbau-, Sanierungs- und Grabungsarbeit umso mehr.

Nicht vergessen darf man an so einem erfolgreichen Tag alle Helfer, welche durch teilweise schwere Arbeit diesen Erfolg möglich gemacht haben, Vielen, vielen Dank!

Fortsetzung folgt.