Farrenwiesschacht 2020

Januar 2020:


   Seilbahn-Installation am Farrenwiesschacht

Februar 2020:

Nachdem Ende 2019 das Grundgerüst der Transportbahn stand, ging es darum, die Feinheiten zu optimieren. Vor allem der Wagen, der um eine Verwindung der Schiene laufen muss, war eine Herausforderung. Es lief letztendlich auf einen zweigeteilten Wagen heraus.

     Video: Die Seilbahn im Farrenwiesschacht

Mit Hilfe der Transportbahn wurde dann auch schnell begonnen, tiefer zu graben.
Zusätzlich musste ein Verbau gesetzt werden, da die Lehmhalde doch bei der Tiefe des Loches abzurutschen drohte.

     Klaus und Daniel am Verbau

Kurze Zeit später waren wir so tief, dass wir unseren Plan, seitlich zur hoffnungsvollen Spalte vorzustoßen, erreicht hatten.

     Die beim Grabungsmaraton im April 2019 erstmals gefundene Spalte.

Es erwies sich als absolut richtig, erst tiefer zu graben und dann seitlich an die Spalte heranzugehen. So hatten wir kurze Zeit später einen Durchgang mit anschließendem Abseilpunkt in einen großen Schacht!

     Befahrung des neuen Schachtes (Tiefe vom Fotograf aus ca. 15 Meter)

Die anschließende Vermessung am 23.2.2020 ergab den Fakt, dass der Farrenwiesschacht nun eine
Tiefe von ca. 49 Meter besitzt!
Hier ein kleines Dankeschön schon mal an den Farrenwiesschacht für knapp 37 geschenkte Meter :)
Und dass wir weiterhin einen starken Luftzug verspüren!


     Sehr schöne Versinterung auf etwa halber Tiefe des Farrenwiesschachts


     Wie abgesägt und hingelegt. Ein etwa 1 Meter langer Stalagmit

August 2020:

Am Samstag, den 8. August 2020 fand im Farrenwiesschacht eine Befahrung mit anschließender Vermessung und Fototour statt.
Der aktuelle Stand der Daten ist: Tiefe 98m (bisher 49m), Gesamtlänge 144m (bisher 86m).
Damit hat sich der Farrenwiesschacht von einem Fuß-großen Loch in einer abgelegenen Wiese zu einem der tiefsten Schächte der schwäbischen Alb hochgearbeitet, bzw. wurde durch Arbeit vieler aktiver Höhlenforscher befahrbar gemacht. Die vermessene Tiefe hat sich durch die Tour verdoppelt.
Ein schon vor einiger Zeit entdecktes, kleines Loch im Boden des bisherigen Höhlenendes war inzwischen erweitert worden. Damit war der Weg frei nach unten. Mehrere Teams machten sich auf den Weg; zuerst wurden die Seile eingebaut, dann folgte das Vermessungsteam und gleich am ersten Befahrungstag entstanden etliche Fotos.
Am neuen Höhlenende ist ein starker Luftzug zu spüren und die Wände sind mit Knöpfchensinter bedeckt. Es scheint also weiterzugehen.


  Klaus Sontheimer und Thomas Boldt (vlnr) an der momentan tiefsten Stelle des Farrenwiesschachts bei -98m

[Stand 09.08.2020]

 

 

Farrenwiesschacht 2018-2019

November / Dezember 2019: Bau einer Seilbahn

Um die Arbeiten im Farrenwiesschacht zu vereinfachen und zu beschleunigen, wurde im Herbst 2019 beschlossen, eine im Steebschacht schon erprobte Seilbahn für den Transport des Grabungsmaterials einzubauen.

   Montage der Führungsschiene


   Erster Tragemast, noch ohne Stabilisierung und Abspannung


   Montage der Seil-Führungsrollen



   Vertikales Panorama: Schacht mit Seilbahn und Leiter

08.03. - 10.03.2019: Grabungsmarathon am Farrenwiesschacht

Da hatten seinerzeit Otto Schwabe, Klaus Sontheimer und Petra Boldt doch die richtige „Forschernase", als sie bei der Erstbefahrung des Farrenwiesscchacht (FWS) beschlossen, dass es sich lohnen könnte, hier ein neues Projekt zu eröffnen.

Am Wochenende 8.-10.3.2019 wurde ein Grabungsmarathon initiiert durch Petra Boldt und dem (Jugend-)Projektleiter Christopher Maetze an diesem Objekt durchgeführt. Es war vorgesehen, von Freitag 10:00 Uhr in ungefähren 8-Stunden-Schichten bis Sonntag durchgehend zu graben. Das hat bis auf die Nachtschicht von Freitag auf Samstag auch einwandfrei geklappt. Die Mitglieder unseres Vereins hätten das aber kaum alleine stemmen können, wenn wir nicht noch großartige Unterstützung von befreundeten Höhlenforschern bekommen hätten. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle schon einmal ganz herzlich bedanken! Es begann mit der Schicht 10:00-18:00 Uhr am Freitag. Die war mit Joshua März (Höhlen-AG), Raphael Kreutle, Christopher Maetze und Petra und Markus Boldt besetzt.
Um 18:00 Uhr (bis 02:00 Uhr) wurden sie durch Felix Stark, Marc Krömer, Luisa Rommel, Lydia Rüd, Stefan Hückstädt abgelöst.
Um 10:00 Uhr am Samstagmorgen setzten Axel Nothard, Klaus Sontheimer, Rupert Öhmichen, Klaus Burkhardtsmaier die Arbeiten fort.


     Axel Nothard beim Bohren, um den Block dann mit Spaltkeilen zu spalten


     Klaus Sontheimer spaltet den Block

Ab 18:00 Uhr waren dann Christian Harzer, Franz Baumann, Kerstin Truckenmüller und Thomas Boldt im Einsatz.
Sie wurden dann am Sonntag um 00:00 Uhr bis 07:00 Uhr von Markus Boldt, Knut Brenndörfer, Marc Krömer und Elisabeth Rüd abgelöst.


     "Im Dunkeln ist gut Munkeln", äh Graben…

Die letzte Schicht von 07:00 Uhr bis 14:00 Uhr war dann eine reine Frauenschicht. So standen Petra Boldt, Laura Niedermeier, Johanna Rux und Angelika Volobuev (Höhlen-AG) ihren „Mann".


     Angelika macht sich zum Abseilen fertig

Die Organisatoren hatten weitestgehend gutes Wetter bestellt. So war es sogar in der Nacht für die Jahreszeit ausreichend warm. Am Sonntag hat es nachts und tagsüber ein wenig geregnet. Aber die Grabungsstelle ist ja überdacht. So war auch das kein Problem. Übrigens war der jüngste „Mitarbeiter“ 12 Jahre alt und der Älteste 78!

Insgesamt wurden in den Schichten etwa 720 Eimer gefördert. Das entspricht ungefähr 10m³ Material. Somit wurden ca. 15 Tonnen aus dem Schacht ans Tageslicht gebracht. Eine großartige Leistung!

Und nun kommen wir zum Ergebnis der Aktion. Denn das lässt sich sehen. Wir konnten den Schacht um einen weiteren Meter tiefer legen und einen Schlufgang mit einer Länge von ca. 6m ergraben. Am Ende dieses Ganges erweitert sich die Höhle zu einer kleinen Kammer, die sehr schön mit Tropfsteinen und Sinter geschmückt ist. Von hier aus geht eine Kluft senkrecht in die Tiefe. Die Tiefe konnte mittels einiger kleiner Steine übereinstimmend mit 10-20 Metern ausgelotet werden.


     Schöne Tropfsteine in der neu entdeckten Kammer


     Am Ende der Kammer befindet sich ein kleines trockenes Wasserbecken

Leider ist die Kluft im oberen Bereich noch zu eng, um sie zu befahren. Aber unten, nach ungefähr einem Meter sieht man schon, dass die Kluft „Befahrungsbreite“ hat. Die zukünftigen Arbeiten werden uns zeigen, wo es hingeht. Voraussichtlich werden wir den Schacht vorne noch tiefer legen, weil wir glauben, dadurch die Engstelle gleich von vorne aus umgehen zu können. Man wird sehen…

[Stand: Feb.2020]

 

Farrenwiesschacht bis 2017

Forschungsgeschichte des Farrenwiesschachtes  (Kat.-Nr. 7524/121)

Bis 2017

Entdeckt wurde der Farrenwiesschacht im Dezember 2014 als klassisches Karstphänomen. Ein Spaziergänger war in einer Wiese nördlich von Justingen mit einem Fuß eingebrochen; das etwa 30x15cm große Loch in der Form eines Schuhs sah anfangs noch nicht sehr erfolgversprechend aus.
Schon bald wurde die noch kleine Höhle von den Jugendlichen der Höhlen-AG besucht und inspiziert.

Erste Befahrungen des Schachtes zeigten, dass es sich wahrscheinlich um ein interessantes Objekt handelt. Schon zu diesem Zeitpunkt war eine deutliche Bewetterung feststellbar. Und wo Luft herkommt, ist normalerweise eine größere Höhle dahinter.

Ende Oktober 2015 wurde der Schachtmund manuell erweitert. Zuerst wurde ein Dreibein aufgestellt, um das Seil zum Ab-und Aufsteigen besser befestigen zu können und um Material über eine Umlenkrolle in den Schacht zu befördern. Im Schacht auf dem ersten Absatz wurde ein Mäuerchen errichtet und Lehm, der bei der Erweiterung herabfiel mittels Dielen hinter das Mäuerchen gelenkt.

Im Dezember 2015 wurde der unten beginnende Gang, aus dem ein starker Luftzug kommt, mit einer Holzkonstruktion verschlossen, damit ein Bagger den Eingang nochmals erweitern konnte, ohne dass Lehm in den Höhlengang fiel.

Um den Schacht für zukünftige Forschungen zu erhalten, waren umfangreiche Ausbau- und Sicherungsmaßnahmen notwendig.
Bei dem Einbau eines Rohres in den oberen Schachtteil während des Jahres 2017 wurde auf die Erfahrungen und Material des gerade fertiggestellten Schachtes III der Vetterhöhle zurückgegriffen. So entstand eine massive Eingangssicherung mit Betonplatte und Deckel.

Da inzwischen die Jugendgruppe der Höhlen-AG die Aktivitäten übernommen hatte, wurde durch kontinuierliche Verbesserungen für komfortables Arbeiten ein Dreibein mit elektrisch angetriebener und wettergeschützter Winde sowie ein Bauwagen installiert.

Nachdem der Eingang zum Farrenwiesschacht nun gesichert ist, können die Grabungsarbeiten dort beginnen.

Um den einsturzgefährdeten Schacht zu sichern, haben wir 7 m Wickelfalzrohr in den Schacht eingebracht. Um das Rohr herum wurde eine ca. 20 cm dicke Betonwand gegossen. Die restlichen einsturzgefährdeten Hohlräume sind aufgefüllt.

Unter den Rohren ist der Zugang zur eigentlichen Höhle vorerst mit einem Brett verschlossen, damit kein weiteres Material beim Einbau des Rohres und der Betonarbeiten in die Höhle fällt.

Nachdem nun alle Genehmigungen für eine Grabung da sind, wird ab jetzt von den Jugendlichen des Höhlenvereins und der Höhlen AG des Joachim Hahn Gymnasiums nach einer Fortsetzung der Höhle gesucht.

[Stand: Feb. 2020]

 

18.05.2017 Grabungsarbeiten im Farrenwiesschacht können beginnen

Nachdem der Eingang zum Farrenwiesschacht nun gesichert ist, können die Grabungsarbeiten dort beginnen.

Um den einsturzgefährdeten Schacht zu sichern, haben wir 7 m Wickelfalzrohr in den Schacht eingebracht. Um das Rohr herum wurde eine ca. 20 cm dicke Betonwand gegossen. Die restlichen einsturzgefährdeten Hohlräume sind aufgefüllt.

Unter den Rohren ist der Zugang zur eigentlichen Höhle vorerst mit einem Brett verschlossen, damit kein weiteres Material beim Einbau des Rohres und der Betonarbeiten in die Höhle fällt.

Nachdem nun alle Genehmigungen für eine Grabung da sind, wird ab jetzt von den Jugendlichen des Höhlenvereins und der Höhlen AG des Joachim Hahn Gymnasiums nach einer Fortsetzung der Höhle gesucht.

03.02.2017 Eingangsicherung des Farrenwiesschachtes

Am Freitag, den 3.2.2017 trafen sich 7 Schülerinnen und Schüler der Höhlen AG des Joachim Hahns Gymnasiums mit 3 Betreuern, Petra und Markus Boldt sowie Felix Stark, um an der Eingangssicherung des Farrenwiesschacht weiter zu arbeiten. Dabei wurde der Raum hinter der Verschalung verfüllt.

Herr Winfried Hanold als Vertreter des Landesdenkmalamtes hat den Schacht und dessen Lage wegen einer eventuellen archäologischen Bedeutsamkeit untersucht und dokumentiert. Der Höhlenverein Blaubeuren möchte ab April 2017 eine Grabung im Schacht durchführen.

Der Farrenwiesschacht bekommt zur Sicherung ein 7 m langes Einstiegsrohr, welches mit Beton verfestigt wird.  An der Verschalung für das Rohr wurde gearbeitet.

Wer arbeitet, muss sich auch stärken.

15.12.2015 Farrenwiesschacht am 31.10., am 22.11. und am 12.12.2015

Nachdem der Farrenwiesschacht im Dezember 2014 eingebrochen war und wir sofort eine Dokumentation mit Vermessung durchgeführt hatten, gab es viele Termine, um die Schachtsicherung abzusprechen.

Am 31.10.15 wurde der Schachtmund manuell erweitert. Zuerst stellten wir ein Dreibein auf, um das Seil zum Ab-und Aufsteigen besser befestigen zu können und um Material über eine Umlenkrolle in den Schacht zu befördern. Im Schacht  auf dem ersten Absatz wurde ein Mäuerchen errichtet und Lehm, der bei der Erweiterung herabfiel mittels Dielen hinter das Mäuerchen gelenkt.

Am 22.11.15 wurde dann von Jens Hornung und Martina Boldt mit Unterstützung einiger Vereinsmitglieder und Gäste eine Georadar Aufzeichnung durchgeführt. Es soll damit abgeklärt werden, ob die Höhle unten in verschiedene Richtungen unter dem Lehm weiterführt.
Die Ergebnisse werden im neuen Jahr erwartet.

Am 12.12.15 wurde der unten beginnende Gang, aus dem ein starker Luftzug kommt, mit einer Holzkonstruktion verschlossen, damit jetzt ein Bagger den Eingang nochmals erweitern kann, ohne dass Lehm in den Höhlengang fällt.

Danach kann mit der Verrohrung des Schachtes begonnen werden.